Social Prototyping
The social side of prototypingArchiv für Zeichnen
IdeaPaint: Farbe statt Whiteboards
Die Firma IdeaPaint bietet seit einiger Zeit eine spezielle Wandfarbe an, die über ähnliche Eigenschaften wie Whiteboards verfügt. D.h., einmal aufgetragen auf eine übliche Hauswand kann man mit Boardmarkern auf die Wand schreiben, zeichnen, malen etc. und später das Ergebnis wieder abwischen – so oft man will! Das Produkt ist ideal, um Wände von Büro-, Projekt- oder Schulungsräumen als interaktive Arbeitsflächen zu verwenden. Die Farbe gibt es in einem Onlineshop in unterschiedlichen Farbtönen.
Ähnliche Lösungen sind übrigens auch: MAGScapes White Dry Ease, A1 Magnetic Wallpaper, MagPaint Magnetfarbe und Leitz EasyFlip Foil.
UI Stencils: Zeichenschablonen für iPhone & Co.
Die Firma Design Commission vertreibt Schablonen (UI Stencils), mit denen auf Papier Benutzeroberflächen für iPhones, iPads, Webrowser und Android-Handys gezeichnet werden können. Dazu gibt es passende Zeichenblöcke mit den Umrissen der entsprechenden Geräte, um schnell ans Werk gehen zu können.
ps: Eine kostenlose Version für vorbedrucktes Papier mit Browserfenster (für Wireframing) kann auch hier geladen werden…
Business Model Innovation
Auf ihrem Blog stellen Prof. Yves Pigneur und Alexander Osterwalder ein einfaches und dennoch vollständiges Modell zur Visualisierung von innovativen Geschäftsmodellen dar. Die einzelnen Elemente des Modells sind dabei natürlich alle altbekannt, dennoch gefällt mir die Anordnung der Elemente und die Beziehungen zueinander. Die Elemente im Einzelnen sind (von links nach rechts):
- Partner network
- Key activities
- Key resources
- Cost structure
- Value proposition
- Customer relationships
- Distribution channels
- Revenue flows
- Customer
Und in einer grafischen Übersicht:
Wichtig zu erwähnen ist hierbei aber, dass derartige Bilder natürlich "nur" das Geschäftsmodell, also wie ein Unternehmen aus eigener Sicht durch Wertschöpfung Geld verdient, und nicht ein ganzes Unternehmen beschreiben. Der Canvas ist gerade dafür geeignet, sehr schnell sich einen ersten Überblick über Geschäftsmodelle zu verschaffen. Tiefergehende Überlegungen (z.B. Beziehungen, Wertschöpfungsnetzwerke, Joint ventures, Zeitdimension, Finanzierung) sind kaum abbildbar. Aber dafür ist es einfach und leicht zu verstehen.
Zwei sehr gute Artikel sind hierzu:
- Collis, D. J. / Rukstad, M. G. (2008): Can you say what your strategy is?, Harvard Business Review, 86 (4), S. 82-90.
- Johnson, M. W. / Christensen, C. M. / Kagermann, H. (2008): Reinventing your business model, Harvard Business Review, 86 (12), S. 50-59.
Für die visuelle Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle gibt es jenseits von Zeichnungen auf Flipcharts, Post-its und Moderationskarten natürlich noch zahlreiche weitere gute Ansätze (z.B. Magnettafeln, Touchscreens, Lego). Gerade wenn Geschäftsmodelle im Team diskutiert und entwickelt werden, sollte man darauf achten, dass die verwendete Visualisierungstechnik flexibel genug ist, ständig neue und sich verändernde Ideen abbilden und "in Echtzeit" in das bestehende Modell integrieren zu können. Sonst verliert man unter Umstände jede Menge wichtiger Anregungen und bremst das Team aus.
"Shared spaces" und Open Innovation
Anne-Katrin Neyer und ich haben für den Tagungsband des 2. Zukunftsforums des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), "Innovationsfähigkeit: Arbeiten – Lernen – Kompetenzen entwickeln", in Berlin einen kurzen Artikel über "Shared spaces zur Kommunikationsunterstützung in offenen Innovationsprozessen" veröffentlicht.
Napkin Sketches ganz einfach!
Wer schon immer mal neben den üblichen geraden Linien und Formen von Präsentationsprogrammen auch mal etwas "Krummes" und nicht ganz so "korrekt" Aussehendes in seine Vortragsfolien einbauen wollte, der kann für ein wenig Geld eine Reihe von vorgefertigten sog. "napkin sketches" zu ganz unterschiedlichen Themen bei istockphoto.com beziehen. Da sie als Vektorgrafiken verfügbar sind, können die einzelnen "sketches" ganz einfach nach eigenen Bedürfnissen verändert werden. Das könnte doch ein wenig Wind in den müden Powerpoint-Alltag bringen!

Quelle: istockphoto.com
The Back of the Napkin – oder jedermann kann zeichnen
Manchmal kommt es vor, dass man in einem Meeting einen Gedanken auf ein Flipchart oder Whiteboard kurz skizzieren möchte, um es für andere verständlicher zu machen. Doch manchmal stellt man fest, dass es gar nicht so einfach ist, seine Gedanken auf Papier zu bringen. Denn man ist ja schließlich kein ausgebildeter Grafiker. Dan Roam beschreibt in seinem neuesten Buch "The Back of the Napkin: Solving problems and selling ideas with pictures", wie jedermann Ideen ganz einfach mit Stift und Papier illustrieren kann, um damit Probleme im Arbeitsalltag über einen Prozess des "Visual Thinking" zu lösen.
Für alle, die sich hier im Selbststudium weiterbringen wollen, sei dieses kleine Büchlein sehr empfohlen! Für ganz Beschäftigte, die keine Zeit haben Bücher zu lesen, sei der "Visual Thinking Codex" empfohlen, der eine schnelle Übersicht über grundsätzliche Visualisierungskonzepte für unterschiedliche Problemtypen bereithält.
"Visual Thinking":






