Social Prototyping

The social side of prototyping

Archiv für Präsentation

Projektionsfläche als Touchscreen

Seit einiger Zeit nutzen wir in unserem Meeting- und Workshopraum ein sehr einfaches System, um unsere Projektionswand in einen übergroßen Touchscreen zu verwandeln. Das System besteht neben einem Beamer aus einer kleinen Software, einer handelsüblichen Wii Remote mit einer erweiterten USB-Stromversorgung und einem IR Pen, um die Bewegungen des Präsentators zu tracken (siehe Bild). Die benutzte Software basiert auf einem Open Source Projekt von Johnny Lee.

Auf Basis ähnlicher Technologien wird es bald möglich sein, neuartige Benutzeroberflächen für Betriebssysteme zu entwickeln, die einen nahtlosen Übergang von der haptischen in die virtuelle Welt ermöglichen werden (z.B. Projekt “Natal”, Microsoft Xbox 360). Aber als Präsentationsunterstützung funktioniert es schon heute – und das richtig gut!

- Bernhard Doll

Warum Prototyping…

…für die Entwicklung innovativer Produkte und Services Sinn macht? Die Antwort aus Sicht von Verhaltensökonomen ist ganz einfach:

"When it comes to building our physical world, we understand our limitations and we build around it. But for some reasons, when it comes to the mental world, when we design things like health care, retirement system and stock markets, we somehow forget that we are limited. If we would understand our cognitive limitations in the same way we understand our physical limitations, we could design a better world." (Dan Ariely, Verhaltensökonom).

Die Entwicklung visueller Abbildungen neuartiger Produkt- und Serviceideen (Zeichnungen, Modelle, Prototypen, Simulationen etc.) ist ein Hilfsmittel, um eine Reihe kognitiver Einschränkungen von Menschen im Innovations- und Gründungsprozess zu umgehen. Mehr dazu hier.

"R&D Management Conference 2009" in Wien

Am Dienstag, den 23. Juni 2009, werde ich auf der diesjährigen "R&D Management Conference" in Wien einen Vortrag zum Thema "Prototyping 
toolkits 
to 
facilitate
 open
 innovation 
within 
the 
firm" halten. Hierbei geht es darum, in wieweit der Einsatz von unterschiedlichen Prototyping-Methoden die Kommunikation bei Innovationsvorhaben zwischen unterschiedlichen Beteiligten innerhalb eines Unternehmens (z.B. Marketing, Vertrieb, Produktentwicklung) unterstützt werden kann.

Napkin Sketches ganz einfach!

Wer schon immer mal neben den üblichen geraden Linien und Formen von Präsentationsprogrammen auch mal etwas "Krummes" und nicht ganz so "korrekt" Aussehendes in seine Vortragsfolien einbauen wollte, der kann für ein wenig Geld eine Reihe von vorgefertigten sog. "napkin sketches" zu ganz unterschiedlichen Themen bei istockphoto.com beziehen. Da sie als Vektorgrafiken verfügbar sind, können die einzelnen "sketches" ganz einfach nach eigenen Bedürfnissen verändert werden. Das könnte doch ein wenig Wind in den müden Powerpoint-Alltag bringen!
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Quelle: istockphoto.com

Vortrag auf dem ISSS 2009 in Leipzig

Mein Bruder Christian und ich werden auf dem "International Symposium on Services Science 2009" (23.-25. März 2009) in Leipzig einen Vortrag über innovative Ansätze für das Design komplexer IT-Services halten. Christian wird dabei von seinem Projekt im EMBA-Programm "Innovation & Business Creation" an der TU München und Handelshochschule Leipzig berichten, in dem er mit seinem Team bei Siemens IT-Services über interaktive LEGO-Modelle visualisierte und weiterentwickelte.

Botschaften, die einfach "hängen" bleiben

Wie kann ich in einer Präsentation eine Botschaft so aufbereiten, dass sie sich bei den Zuhörern einprägt? Diese Frage wird in einem Buch von Chip & Dan Heath mit dem Titel "Made to stick: Why some ideas survive and others die" mit 6 (scheinbar) einfachen Grundprinzipien beantwortet:

1. "Simplicity": Eine Botschaft muss so einfach wie möglich sein – aber nicht einfacher. D.h. die Botschaft muss um alle unwichtigen Aspekte auf den wesentlichen Kern reduziert werden. Die Entscheidung zu treffen, welche Aspekte wichtig und welche unwichtig sind, ist aber harte Arbeit!

2. "Unexpectedness": Um Aufmerksamkeit von Zuhörern zu erlangen ist es eine altbekannte Strategie, sie mit einer Botschaft zu überraschen und sie in ihrer Erwartungshaltung zu "stören". Dies kann durch das Stellen von Fragen oder behutsames Aufzeigen von Wissenslücken, die dann Schritt für Schritt beantwortet bzw. gefüllt werden.

3. "Concreteness": Eine natürliche Sprache, reale Beispiele, Visualisierungen und Dinge zum Anfassen und Erleben helfen, die eigene Botschaft verständlich zu machen. Auch Sprichwörter und Metaphern sind adäquate Hilfsmittel, um Sprache aufzulockern und zu verbildlichen. Modelle, und Prototypen zum Anfassen haben oft eine magische Anziehungskraft auf Zuhörer und machen eine Botschaft im wahrsten Sinne des Wortes "greifbar".

4. "Credibility": Eine Botschaft wird von Zuhörern erst dann richtig aufgenommen, wenn sie von einer glaubwürdigen Quelle kommt. Viele Menschen beginnen ihre Präsentationen deshalb mit Zahlen und abstrakten Statistiken, die für Zuhörer meist nur schwer vorstellbar sind. Effektiver sind hier Zitate, Beispiele oder Fakten, die so aufbereitet sind, dass sie in den Kontext des eigenen Alltags gesetzt werden können ("five hours of battery life" vs. "enough battery life to watch your favorite TV shows nonstop during your next flight from New York to San Francisco").

5. "Emotions": Menschen sind emotionale Wesen – auch im Arbeitsalltag. Bei einer Präsentation geht es also nicht nur darum Informationen zu präsentieren, sondern auch Emotionen bei den Zuhörern zu erzeugen. Einprägsame Bilder können hier wieder wertvolle Dienste leisten.

6. "Stories": Geschichten sind eine sehr natürlich Art, wie Menschen sich austauschen. Sie können Menschen berühren und sind einfach zu merken. In der Werbe- und Filmindustrie findet man wahre Meister, die Geschichten erzählen, an die man sich über Jahre erinnern kann.

Ein wirklich lesenswertes Buch!

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