Social Prototyping
The social side of prototypingArchiv für Juli, 2011
Warum Firmen mit neuen Geschäftsmodellen scheitern
In einem interessanten Artikel haben sich Koen et al mit der Frage beschäftigt, warum bestehende Firmen mit Geschäftsmodellinnovationen so oft scheitern. Prominente Beispiele sind Canon, Sony und HP, die zwar über genügend Markverständnis, Geld und Wissen verfügen um neue Geschäftsmodelle zu etablieren, aber dennoch keinen Erfolg mit ihnen hatten. Es sind meist neu gegründete Unternehmen, die im Bereich Geschäftsmodellinnovation erfolgreich sind.
Die Autoren versuchen den Gründen auf die Schliche zu kommen indem sie Innovationen anhand drei Achsen kategorisieren:
- die Technologieachse unterscheidet inkrementelle und radikale Innovationen
- die Netzwerkachse reicht von bestehenden Netzwerken über Netzwerke mit neuen Kunden bis zu Netzwerken mit Kunden, die noch gar nicht wissen, dass sie Kunden sind
- die dritte Achse ist die Höhe der finanziellen Hürde, die Innovationsprojekte nehmen müssen
Koen und seine Kollegen belegen ihre Kategorien mit diversen Beispielen und kommen zu dem Schluss, dass Geschäftmodellinnovationen etablierte Unternehmen vor Herausforderungen stellen, die bei der Planung solcher Projekte zu gern vergessen werden. Neue Geschäftsmodelle erfordern (fast immer) ein Umdenken in der Unternehmenskultur, Entwicklung neuer Fähigkeiten und neuen Wissens!
Business Model Patterns
Ich tausche Geld gegen ein Produkt – so sahen in der Vergangenheit die meisten Geschäftsmodelle aus. Doch immer mehr Konzepte um Geld zu verdienen lassen sich nicht in dieses Schema pressen. Oder was ist bei Xing oder Facebook das Produkt, das gegen Geld den Besitzer wechselt? Trotz aller Vielfalt von möglichen Geschäftsmodellen lassen sich alle in eines von sieben Patterns einordnen. Rita McGrath nennt sie Classic, Advertising, Promotion, Barter, Subsidy, Freemium und Gratis. Alle beschreiben den Austausch zwischen Kunden und Anbieter – jedoch in verschiedenen Varianten. Aber mehr als sieben gibt es (noch) nicht – glauben wir!
